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Aktuelle Informationen aus der Gemeinde Reinsberg, Februar 2018

Unerwartete Herausforderung

Sehr geehrte Einwohner unserer Ortsteile,

die ersten Wochen des Jahres haben uns schon unerwartete Herausforderungen gebracht. Orkan „Friederike“ ist am 18. Januar auch über unsere Orte gezogen. Bereits kurz nach 16:00 Uhr musste die Ortsfeuerwehr Neukirchen zum 1. Einsatz ausrücken und es begann in einigen Ortsteilen der Stromausfall. Gegen 17:00 Uhr waren dann drei weitere Ortsfeuerwehren (Hirschfeld, Bieberstein, Reinsberg) im Einsatz, die Ortsfeuerwehr Dittmannsdorf besetzte in Einsatzbereitschaft ihr Gerätehaus. Zur gleichen Zeit wurde im Gerätehaus Neukirchen eine zentrale Einsatzleitung für unsere Gemeinde gebildet, da die Kommunikation zur Leitstelle des Landkreises wegen totaler Überlastung immer schwieriger wurde. Erschwerend kam natürlich auch der Stromausfall im Rathaus hinzu, welcher von 16:30 Uhr bis 17:30 Uhr auch keine Öffnungszeit mehr ermöglichte. Um 19:00 Uhr musste dann auch die Ortsfeuerwehr Dittmannsdorf ausrücken. In diesen Stunden leisteten unsere Feuerwehren 40 Einsätze im Gemeindegebiet. Bis gegen 22:00 Uhr hat die zentrale Einsatzleitung besonders auch Meldungen von zerstörten Energieleitungen, Telekomleitungen und unbefahrbaren Straßen entgegengenommen und die jeweiligen Versorgungsträger bzw. Straßenbaulastträger umgehend informiert. Fast jeder Schaden wurde also noch am Abend des 18. Januars an die betroffenen Zuständigen weitergereicht! Dank gilt hier auch den aufmerksamen Anwohnern, welche uns mit zusätzlichen Informationen versorgten.

Die Bilanz der starken 4 Sturmstunden:

- in allen Ortsteilen zeitweise Stromausfälle,

- 3 Teilbereiche von Ortschaften ohne Energieversorgung über einen Tag,

- 6 Ortsbereiche mit beschädigten/zerissenen Telekomleitungen,

- 3 gesperrte kommunale Straßen.

Die Einsatzleitung unserer Wehren haben ruhig und besonnen gehandelt, so dass keine Einsatzkraft verletzt wurde.

Die Bevölkerung muss akzeptieren, dass bei derartigen Umweltereignissen immer auch die Abwägung zwischen Einsatzergebnis und Gefährdung der Einsatzkräfte erfolgen muss, zumal bei Nachlassen des Sturmes auch dann die vollkommene Dunkelheit eingesetzt hatte. Die weitere Schadensbeseitigung dann erst am Freitag bei Tageslicht fortzuführen war richtig. Das trifft auch für die Versorgungsträger zu. Leider reichten die Kapazitäten an Elektrofirmen nicht aus, um die Unmengen von Schadensbehebungen am Netz der Firma MITNETZ am Freitag abzuarbeiten. Dadurch musste ein Haushalt in Dittmannsdorf zur Überbrückung bis Samstag ein Notstromaggregat durch den Energieversorger erhalten. Besonders hart traf es die Anwohner der Fasanerie. Hier konnte das Versorgungsnetz erst am Nachmittag des Samstags wieder hergestellt werden, so dass diese Grundstücke 2 Tage ohne Energieversorgung waren.

Die Ursachen der Leitungsschäden waren fast ausschließlich umgestürzte Bäume. Leider auch von Baumbeständen, welche hätten längst überprüft und dementsprechend Gefahrenpotential vorher beseitigt werden müssen. Diese Einschätzung traf auch auf unsere vorübergehenden Straßensperrungen zu, wo Bäume aus den angrenzenden Wäldern unsere Straßen blockierten. Ich bitte dringend alle Waldbesitzer sich dieser Frage anzunehmen und regelmäßig ihren Baumbestand zu überprüfen.

Als letzte Anmerkung zum Sturm „Friederike“ appelliere ich an alle Naturfreunde und Waldspaziergänger. Bitte beachten Sie die Hinweise zum Waldbetretungsverbot (siehe dazu auch dieses Amtsblatt), solange die Aufräumungsarbeiten und Überprüfungen in den Baumbeständen - sicher noch Monate - laufen.

Dieser bewegende zurückliegende Monat Januar ist auch der Rechenschaftsmonat unserer Feuerwehren. Selbstverständlich werden wir dazu nach dem Bericht der Gemeindewehrleitung vor den Gemeinderäten in diesem Amtsblatt darauf zurückkommen. Besonders haben mich aber zwei Ehrungen bewegt. In Dittmannsdorf die Verleihung der Plakette „Förderer der Feuerwehr“ an das Autohaus Schloz Wöllenstein.

In Reinsberg die große Ehrung des Kameraden Manfred Kutzsche für 60 Jahre Treue zur Feuerwehr. Gerade die Berichte zu Sturmereignissen zeigen, dass unsere Dörfer dankbar sein können, dass Frauen und Männer sich den großen Aufgaben des Diensttuns in unseren ehrenamtlichen Feuerwehren stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bürgermeister Bernd Hubricht

 




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Reinsberg, 02/2018